Alle Sinne gleichzeitig ansprechen

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Sehen:
Intensive, leuchtende Farben, anmutige, grazile Formen, abstrakte Gebilde, die scheinbar frei durch den Raum schweben, sich scheinbar schwerelos durch das Publikum bewegen und trotz ihrer Außergewöhnlichkeit nicht greifbar sind; Wasserskulpturen in unterschiedlichen Ebenen und Höhen, mit vielen farbenprächtigen Leuchtkörpern illuminiert; auf Wasserleinwänden dargestellte, holographieähnliche Bilder und Grafiken, die scheinbar frei mitten im Raum schweben

Hören:
Ein dynamisches Wechselspiel zwischen donnernder Musik und leichten, langsamen Klängen lässt das Publikum – ohne daß es zur Ruhe kommen kann – zwischen verschiedenen emotionalen Stadien hin- und hertaumeln, immer in spannender Erwartung des nun folgenden Ablaufs. Dazu das abwechselnd leise plätschernde, murmelnde und gleich darauf laut donnernde Geräusch der Wassermassen, die sich aus unterschiedlichen Höhen wieder den Weg zurück in das Becken bahnen

Tasten:
Laserstrahlen „berühren“ mit ihren dünnen Licht-Fingern die Menschen und dringen damit angenehm in die persönliche Intimsphäre ein; dazu weht ein erfrischender Wind aus Windmaschinen durch Haar und Kleidung, und die Vibrationen der dynamischen Musik „beben“ am ganzen Körper; die kühlende Erfrischung des Wassers überzieht den Körper mit einer angenehmen leichten Gänsehaut

Riechen:
Ein angenehmer, anregender Duft wird durch die Nebelgeneratoren gleichmäßig im Raum verteilt. Er wird vom Publikum zwar nur unterbewußt registriert, bewirkt jedoch eine feine Abrundung des Gesamt-Eindrucks der Darbietung. Durch die Wasserbewegungen wird nicht nur die gereinigte, frische Umgebungsluft in der Nase wahrgenommen, sondern auch der unverwechselbare Geruch des Wassers selbst wirk beruhigend bis anregend auf die Geruchsnerven (wie man es ja auch nach einem erfrischenden Regenschauer erleben kann)

Alle diese Sinne werden ungeachtet einer bestimmten Zielgruppe bei ausnahmslos allen Menschen angesprochen. Dabei ist es unerheblich, in welchem Alter, welchem Geschlecht, Rasse, Bildungsstufe, Stellung oder Sprachgruppe die Zuschauer angehören. Sowohl ein Fünfjähriger als auch ein 95-Jähriger, Männchen oder Weibchen, groß oder klein, dick oder dünn, schwarz, weiß, gelb, rot – alles vollkommen gleichgültig.
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Multi-Sensuale Gestaltung

Emotionen mit allen Sinnen spüren

Jede der Sinnesmodalitäten empfängt und verarbeitet in ihrem eigenen Zeichencode Signale, die Gefühle hervorrufen oder sogar Erlebniswirkungen auslösen können. Dabei ist das emotionale Erleben für den Rezipienten um so intensiver, wenn Reize nicht nur eine Wahrnehmungsebene erreichen (monosensual), sondern möglichst viele Sinneskanäle gleichzeitig “gereizt” werden (multisensual). Im Set steigt auch die Wahrscheinlichkeit assoziativer Verknüpfungen. Die Folge davon: Bilder und Botschaften manifestieren sich noch tiefer.

Zur Illustration einige einfache Beispiele: Ein Feuerwerk spricht Augen, Ohren und Geruchssinn an; ebenso eine Lasershow, die visuell, auditiv und olfaktorisch (der Geruch des Nebels und eventueller Geruchsstoffe darin) wahrgenommen wird. Und so mancher wird die Lichtblitze sogar als haptisches Erlebnis spüren; die Musik hämmert auch im Magen und an der Kleidung.

Somit macht es großen Sinn, bei der Eventplanung ganz gezielt so viele Wahrnehmungskanäle wie sinnvoll nur möglich anzusprechen. Somit werden die inszenierten Bilder und Botschaften über alle Sinneskanäle wirksam. Nachfolgend nun eine Auflistung der verschiedenen Einwirkungsmöglichkeiten von Reizen:

Visuelle Reize, die das Auge erreichen (gut drei Viertel aller Informationen werden über dieses Sinnesorgan wahrgenommen. Aufnahme und Verarbeitung erfolgen schnell und vielfach unbewußt. Quasi automatisch erkennt und begreift der Empfänger bereits erlernte Signale und Zeichen. Deshalb eignen sich visuelle Reize besonders, um emotionale Wirkungen zu erzeugen)

Auditive Reize, die ins Ohr dringen (das auffassen von Sprache, Musik und Geräuschen verläuft komplexer als bei visuellen Signalen; der kognitive Aufwand im Gedächtnis ist höher. Wörter und Töne wirken oftmals assoziativ, sie lösen beim Hörer individuelle Empfindungen aus, oder er verbindet mit ihnen spezielle Bedeutungen)

Taktile Reize berühren und “gehen unter die Haut” (der Tastsinn besteht aus einer Vielzahl sensorischer Wahrnehmungsorgane auf der Hautoberfläche. Unterschiedliche Arten von Signalen lösen so beim Empfänger spontan emotionale Reaktionen nach dem Bewertungsraster “fühlt sich gut an – ist mir unangenehm” aus. Hitze, Kälte, Berührung und Schmerz werden nicht nur durch den direkten Kontakt (haptische Reize) empfunden, sondern auch durch assoziative Sprache indirekt “gespürt” (das berührt mich, das geht unter die Haut, jemanden richtig bzw. zu hart anfassen oder los lassen))

Olfaktorische Reize ziehen in die Nase (Gerüche werden über das nasale Riechfeld aufgenommen und an das limbische System weitergeleitet. Mit der Atemluft gelangen Duftmoleküle zudem in die Bronchien. Dieser schnellste aller Sinne reagiert äußerst sensibel auf Reizimpulse. Duftstoffe erzeugen unmittelbar emotionale Stimmungen oder provozieren sogar biologisch vorprogrammierte Verhaltensmuster (z.B. Moschus). Intensität, Duftrichtung sowie subjektives Empfinden bestimmen, ob und wie olfaktorische Signale “ankommen”. In zu großer Dosis riechen alle Essenzen penetrant und abstoßend, zumal nur ein Fünftel der bekannten Duftnoten als angenehm empfunden wird. Spätestens nach fünf Minuten tritt eine Sättigung der Nasenschleimhaut ein, ein neuer Duft wird nicht mehr wahrgenommen; das läßt sich vermeiden, wenn die Signale stoßweise in Intervallen ausgesendet werden. Vielfach erlebt der Rezipient Duftstoffe unbewußt als Hintergrundphänomen, das sein Wohlbefinden sehr wohl erheblich beeinflußt. Düfte können bei Events eine eigene Atmosphäre kreieren)

Thermale Reize sprechen den Temperatursinn an (Hitze und Kälte werden über die Hautoberfläche sensorisch wahrgenommen. Informationsaufnahme und –Verarbeitung erfolgen schnell, direkt und ohne kognitive Anstrengung. Thermale Signale lösen unmittelbar Gefühlsempfindungen aus. Besonders wirkungsvoll ist ihr additiver Einsatz: Sie intensivieren optisch-auditive Eindrücke, so daß inszenierte Bilder durch Erhöhen oder Absenken der Umgebungstemperatur hautnah spürbar, emotional erlebbar werden. Zum Antarktis-Feeling gehört Eiseskälte, ein Sahara-Szenario muß Hitze ausstrahlen)

Gustatorische Reize schmecken süß, salzig, sauer oder bitter (für die Wahrnehmung der gustatorischen Signale sind Sinneszellen im Mund verantwortlich. Auch wenn Essen und Trinken elementare Bedürfnisse sind, deren Befriedigung Wohlbefinden auslöst, bleibt die Aufnahme von Speisen und Getränken nur ein Gimmick im Rahmen eines Gesamterlebnisses. Gustatorische Reize wirken erst im Konzert mit anderen Reizen. Erlebnisparks und Einkaufswelten setzen Gastronomie zur Abrundung als Genusselement ein. Die Erlebnisgastronomie kreiert die profane Nahrungsaufnahme als emotionales Erlebnis)

(Diese Information ist auch unter den beiden folgenden Links – mit einer Unmenge weiterer Informationen – zu lesen:

Auf der Wasserspiele Haupt-Webseite lesen

Auf der Springbrunnen Haupt-Webseite lesen )
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